// 25-jähriges bestehen der pleichfelder alphornbläser

// 25-jähriges bestehen der pleichfelder alphornbläser

Eine Edelweiß- und Enzianranke, die Jahreszahl 91 und ein Z. für seinen Namen als Hersteller eines besonderen Unikats hat Erich Zürn vor 20 Jahren zur Verzierung in den Außenrand seines ersten Alphorns geschnitzt. Damals erfüllte sich der Hobbymusiker den Traum, in seinem Heimatort Unterpleichfeld dieses ungewöhnliche Instrument zu spielen. Der „Alphornvirus“ hatte ihn während eines Bläsertreffens bei einem Kuraufenthalt in Bad Aibling befallen. Das in seinen Ausmaßen und Tönen gewaltige erste Instrument setzte den Anfang der „Pleichfelder Alphornbläser“.

Im November 2010 ist Erich Zürn gestorben, aber sein Name und der seines Freundes Oskar Weisenseel werden für alle Zeiten mit den Pleichfeldern Alphornbläsern verbunden bleiben. Die Faszination der Naturtöne, die Freude an der Schönheit der Berge mit ihren Liedern und Bräuchen, die Begeisterung darüber, aus bogenförmig gewachsenen Fichtenstämmen von der Kampenwand einzigartige Instrumente herzustellen, das alles haben Zürn und Weisenseel im fränkischen Unterpleichfeld eingepflanzt.

Mit viel Liebe und Mühe

„Unsere Alphörner sind einzigartig“, wissen Hans Cäsar, Alex Kimmel, Winfrid Schraud und Reinhard Wald, die aktuell die Gruppe „Pleichfelder Alphornbläser“ bilden. Die Unikate unterscheiden sich nicht nur dadurch, dass sie mit viel Liebe und Mühe selbst gemacht und aus einem Stück sind sondern auch dadurch, dass sie auf die Grundstimmung Es gestimmt sind. „Das ist relativ selten für ein Alphorn, die meisten sind auf den Ton F gestimmt“, erläutert Hans Cäsar. Die Unterpleichfelder Alphörner sind mit ihren 4,30 Metern Länge und dem Schalltrichter von 25 cm Durchmesser darüber hinaus wahre Größen unter ihren „Artgenossen“.

Die außergewöhnlichen Klänge der Alphörner sind es, die nicht nur die Spieler sondern Menschen aller Altersklassen umgarnen. „Ich mag die Harmonie und den Vielklang. Wir müssen gut aufeinander abgestimmt sein“, erklärt Alex Kimmel. Besonders bei Alphorntreffen gehe ihm das Herz auf. Dort haben die Pleichfelder auch schon viel Lob erfahren. Es gibt eine Anzahl an Stücken, die speziell für Alphörner geschrieben sind. Zu ihnen zählt auch eine Messe, die nicht nur in der Schweiz oder in Oberbayern oft zu Gehör kommt, sondern auch „bei den drei bis vier Alphorngruppen in Unterfranken“.

Sehr anstrengend

Neben den traditionellen, meist getragenen Weisen haben die Pleichfelder auch Lieder wie „Kein schöner Land“ oder Polkas in ihrem Repertoire. „Bei unseren zehn bis 15 Auftritten im Jahr kommen wir immer gut an“, strahlen die Bläser. Sie spielen in Gottesdiensten, bei Hochzeiten, Jubiläen oder auf Weihnachtsmärkten.


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