// weihnachtsgrußwort des bürgermeisters

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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke besorgt? Ist das Haus schon festlich dekoriert? Steht das Festtagsmenü und sind die zahlreichen Besuche schon geplant? Ist die Weihnachtspost an die Lieben bereits verschickt oder tut es bei dem ein oder anderen auch eine WhatsApp Nachricht? Das geht doch bestimmt in der heutigen Zeit. Ist ja auch viel schneller gemacht – und kommt doch auch von Herzen – Dank der tollen Emojis.

Ach ja, und haben Sie schon Ihre Festtagskleidung festgelegt? Im privaten Rahmen wird in der heutigen Zeit ja nicht mehr so viel Wert darauf gelegt. Denkt man da an früher, waren alle Familienmitglieder im besten Zwirn um den Weihnachtsbaum versammelt. Heute tut es auch die Jeans und ein kariertes Hemd. Aber Stopp: Da sind ja noch die vielen Weihnachtsfeiern. Da kann man ja nicht im Outfit des letzten Jahres kommen. Obwohl: Wissen Sie noch was Ihre Kollegin und der Herr gegenüber auf der letzten Firmenweihnachtsfeier getragen haben? Ja, und bleibt überhaupt noch Zeit für einen Besuch in der Kirche? Schließlich feiern wir ja die Geburt von Jesus. Das könnte man heute glatt mal vergessen.

Er ist allgegenwärtig und trifft fast ausnahmslos alle: Der Weihnachtsstress. Jedes Jahr wieder nehmen wir uns vor, dass es sich ändern muss. Viel zu wenig Zeit für einen schönen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder einen gemütlichen Abend zu Hause mit einem Glas Wein bei Kerzenschein und Weihnachtsmusik. Und wenn dann am Heiligen Abend endlich alle um den Esstisch versammelt sind, ist die Hausfrau total erschöpft und hat nur einen Gedanken: Hoffentlich habe ich auch nichts vergessen!

Aber wie dem allem entkommen? Es gibt sicherlich kein Geheimrezept. Keine Geschenke mehr – haben auch schon viele probiert und spätestens nach zwei Jahren gibt es dann doch wieder „eine Kleinigkeit“. Nur ein einfaches Essen, ganz traditionell „Würstchen mit Kartoffelsalat“? Naja, jeden begeistert das halt auch nicht. Also: doch etwas Aufwändigeres, damit alle zufrieden sind. Und genau an diesem Punkt müssen wir wohl mal eine Lanze brechen für alle Frauen. Denn schließlich sind sie es, bei denen die größte Belastung liegt. Seien wir Männer doch mal ehrlich: Bis auf wenige Ausnahmen haben wir doch keine Gedanken zu verschwenden an Deko, Festessen oder Weihnachtspost – und meist nur ein einziges Geschenk zu besorgen – und das ist für die bessere Hälfte an unserer Seite. Der Rest: läuft!!!

Egal wie: Ich glaube, es gibt nur einen Weg, um alle Hürden bis zum Heiligen Abend zu meistern – egal für wen: Alles was wir tun, sollte von Freude begleitet sein. Denn alles was uns Freude macht, geht uns leicht von der Hand. Freude beim Schenken, Freude beim Kochen, Freude beim gemütlichen Beisammensein mit Familie oder Freunden. Und wir sollten uns vom Perfektionismus verabschieden. Wie sonst im Leben, können wir es auch an Weihnachten nicht allen recht machen. Wir sollten viel mehr das Fest genießen und vielleicht einmal die ganze Familie – zum Beispiel in die Vorbereitung des Festmenüs – mit einbeziehen. Dann geht es nicht nur schneller, sondern es vereint Spaß, Genuss und Geselligkeit.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Weihnachtstage sind für viele von uns eine Zeit, in der wir uns am meisten wünschen, wieder Kind zu sein: Da war wirklich nur die große Freude auf das Christkind. Da war alles so viel einfacher und unbeschwerter. Wir erinnern uns alle gerne an die tiefe, ursprüngliche Freude, die wir an diesem Fest hatten. An die Geborgenheit, die Liebe und Wärme die uns in Kindheitstagen umfangen hat. Mit den Worten eines unbekannten Autors wünsche ich uns allen, dass wir während der Festtage ein bisschen Kind sein können.

Ich wünsche Euch in diesem Jahr eine Weihnachtszeit, wie sie früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin, kein Schenken ohne Herz und Sinn.
Ich wünsche Euch ein kleines Stück von warmer Menschlichkeit zurück.
Ich wünsche Euch in diesem Jahr eine Weihnachtszeit, wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist’s her, da war so wenig so viel mehr.

Ganz in diesem Sinne: Haben Sie und Ihre Familien ein besinnliches, friedliches und harmonisches Weihnachtsfest. Im neuen Jahr 2020 seien Sie begleitet von Glück, Gesundheit und innerer Zufriedenheit.

 

Ihr

Alois Fischer

1.Bürgermeister

Gemeinde Unterpleichfeld


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