// mehr geld für familien

Das Starke-Familien-Gesetz vom 29.04.2019 beinhaltet die Änderungen verschiedener Gesetze und hat Familien die ihren Lebensunterhalt nicht selbständig bestreiten können sowie Alleinerziehende im Blick. Geändert wurde das Bundeskindergeldgesetz, die Grundsicherung für Arbeitssuchende und die Sozialhilfe.

 

Was ist wichtig

Das Gesetz für den erweiterten Zugang zum Kindergeld tritt am 01.01.2020 in Kraft.

Darin sind auch die Kosten für Schulbeförderung und den individuellen Schulbedarf enthalten.

Familien mit kleinem Einkommen sollen zukünftig Unterstützung erhalten und entlastet werden. Sie erhalten Freibeträge für z.B. Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsaufwand. Außerdem werden sie zudem zur Familienförderung einen Kindergeldzuschlag nach § 6a BKGG erhalten.

 

Entlastung für Familien mit geringem Einkommen

Die Hilfe zum Lebensunterhalt wird gewährt, wenn das eigene Einkommen nicht für die Ernährung, Kleidung, Körperpflege und den Hausrat ausreicht. Eine Person muss mindestens so viel Geld verbleiben, dass es für seinen und den jeweiligen Familienunterhalt ausreicht. Wenn dies nicht der Fall  ist, steht ein gewisser Regelbedarf zu. Dieser  ist in verschiedene Stufen unterteilt, welche sich nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen richtet.

 

Kindergeldzuschlag (§  6a BKGG), Kindergeld (§ 6 BKGG),

Bildungspaket (§§ 28, 29 SGB II, § 34 SGB XII)

Das Kindergeld  hat sich von 194€ auf 204€ erhöht.  Zusätzlich erhalten Familien mit geringem Einkommen einen Kindergeldzuschlag. Der Bewilligungszeitraum beginnt ab dem Monat der Antragstellung und beträgt ab dem 01.07.2019 sechs Monate in denen die Eltern höchstens 185€ erhalten.

Zusätzlich gibt es verbesserte Bildungs- und Teilhabeleistungen (Erhöhung des Betrags für den Schulbedarf, Beantragung der Lernförderung zum Schulhalbjahresbeginn, Entfall der Eigenanteile beim Mittagessen und Schülerbeförderung, Regelung der Kostenerstattung bei Schulausflügen).

Die Sozialleistungssysteme werden besser aufeinander abgestimmt, sodass die Erhöhung des Bruttobertrages nicht das Nettoeinkommen vermindert. Somit werden stabile wirtschaftliche Verhältnisse geschaffen.

 

Verzicht auf eine starre Einkommensgrenze

Auf eine obere Einkommensgrenze wird verzichtet, da der Kinderzuschlag nicht mehr dazu dient um die Hilfebedürftigkeit zu überwinden. Der Kindergeldzuschlag kann ab 01.01.2020 auch bezogen werden, wenn das Einkommen über der Hilfebedürftigkeitsgrenze liegt.

Wenn das Kind Einkommen oder Vermögen besitzt, vermindert sich der Kindergeldzuschlag nicht mehr um 100% sondern nur noch um 45 %, wobei 100€ unberücksichtigt bleiben.

 

Nähere Informationen erhalten Sie beim Landratsamt Würzburg oder der Regierung von Unterfranken.


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