// verdun: beeindruckend und beklemmend

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Bürgermeister begleitet Schüler zu den Schlachtfeldern

Unterpleichfeld. Der Verein „Salut Unterpleichfeld“ organisierte gemeinsam mit dem Komitee der französischen Partnerschaftsgemeinden eine Fahrt nach Verdun. Anlass war das Ende des Ersten Weltkrieges, der sich am 11. November 2018 zum hundertsten Mal jährte. Insbesondere Schülerinnen und Schülern aus Unterpleichfeld, aber auch aus Kürnach und Estenfeld, wurde die Möglichkeit geboten die französischen Kriegsgräberstätten zu besuchen. Bürgermeister Alois Fischer unterstützte gerne diese Aktion und machte sich selbstverständlich mit auf den Weg nach Frankreich ins Département de la Meuse, Grand Est.

„Es war beeindruckend und beklemmend zugleich“, sagte er nach dem Besuch. „Alleine die Zahlen sind unvorstellbar und regen zum Innehalten und Gedenken an die Opfer an“, betonte er im Hinblick auf die Verluste, die sowohl Frankreich als auch Deutschland zu verzeichnen hatten. Die genaue Zahl der bei Verdun Getöteten ist zwar nicht endgültig geklärt. Nach Berechnungen des Historikers Niall Ferguson belief sich die Zahl der Toten während der Kriegshandlungen auf etwa 6000 pro Tag und die Zahl der Getöteten insgesamt auf etwa 350.000 Menschen. Hinzu kommen Vermisste und gestorbene Verwundete. Die  Gesamtverluste beider Seiten müssten somit auf etwa 800.000 Soldaten angesetzt werden. Fischer: „Wenn man auf diesen Feldern steht und sich vorstellt, dass auf diesem umkämpften Gebiet etwa 50 Millionen Artilleriegranaten und Wurfminen explodierten, dann bekommt man Gänsehaut. Von manchen Dörfern ist so gut wie nichts übrig geblieben, man spricht dort von sogenannten ‚zerstörten Dörfern‘ wie das Dorf Fleury-devant-Douaumont,  das wir besuchten“, erzählt Fischer. Nur noch ein paar Erinnerungssteine mit Aufschriften wie „Bauernhaus“ oder „Bäcker“ erinnern hier noch an ein Dorfleben.

Beeindruckend war auch das  Mémorial de Verdun, eine Gedenkstätte mit Museum in dem damals verwendetes Kriegsgerät, Waffen, Uniformen, Bodenfunde, Fotos und zahlreiche Filme die Kriegsjahre veranschaulichen. Imposant der Anblick auf das gigantische Gräberfeld, auf dem 15.000 weiße Kreuze in Erinnerung an gefallene Soldaten stehen.  Im Beinhaus von Douaumont werden die Gebeine von etwa 130.000 nicht identifizierten deutschen und französischen Soldaten verwahrt.

„Es ist wichtig, dass wir unseren Kindern und Jugendlichen diese Kriegsstätten näherbringen, und nicht nur rein theoretisch im Schulunterricht“, sagt Unterpleichfelds Bürgermeister und dankte deshalb dem 1. Vorsitzenden des Vereins „Salut Unterpleichfeld“, Wolfgang Seelmann, für seinen Beitrag, solch eine Fahrt möglich zu machen.

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Text + Fotos: Petra Höffler


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