// mehrzweckhallenserenade statt burgserenade

// mehrzweckhallenserenade statt burgserenade

Die abendliche Burgserenade des Symphonischen Blasorchesters Unterpleichfeld hat sich seit Jahren als beliebtes Auftaktprogramm des Burggrumbacher Pfarrfestes etabliert. Diesmal war das Wetter zu unsicher gewesen, so dass zum Bedauern der Veranstalter und Gäste aus der Burgserenade eine „Mehrzweckhallenserenade“ werden musste. Dennoch hielt Pfarrer Helmut Rügamer bei der Begrüßung mit „Es wird alles gut“ den Daumen hoch und lud dazu ein, auch ohne mittelalterliche Burgatmosphäre mit der Musik zu träumen.

Pfarrer Rügamers Idee, beim Musikhören die Augen zu schließen und sich die Burg vorzustellen unterstrich Moderatorin Maria Scheller. „Vergessen Sie den Alltag mit seinen Sorgen und überlassen Sie sich ganz uns“, empfahl sie. Mit gekonnten Lichtakzenten, einer abwechslungsreichen Liedfolge sowie Solo- und Ensembleauftritten verstanden es die über 50 Musiker unter der Leitung von Mathias Wehr auch ohne Burg im Hintergrund bestens, die gut 100 Gäste in ihren Bann zu ziehen.

Der „breit gefächerte Kanon unterschiedlicher Musik“ entführte in diverse Länder und Gefühlslagen. Melodien der Les-Humphries-Singers, wechselten sich ab mit dem heimatverbundenen Werk „Fiskinatura“ als Hommage an die Stadt Fischen im Allgäu, mit amerikanischen Rhythmen des mexikanischen Komponisten Arturo Márquez, Fantasiereisen in den Wilden Westen aufgrund der Titelmusik des Films „Die glorreichen Sieben“ oder in Urlaubsstimmung mit Madonnas spanischem Song „La isla bonita“.

Größten Applaus bekam das Orchester allerdings für das von Scheller angekündigte Medley „wunderschöner Melodien aus Winnetou-Filmen“ sowie für den leisen Ausklang des musikalischen Abends mit dem Choral „Deep Harmony“ von Handel Parker. Pfarrer Rügamer bedankte sich danach überschwänglich beim „wunderbaren Publikum“ und bei den Musikern für den „schönen Abend ähnlich wie beim 7:1 der deutschen Fußballer gegen Brasilien“.

Am Sonntag, 20. Juli, steht der nächste große Event des Musikvereins Unterpleichfeld an. Beim „Tag der Musik“ stellen sich alle Gruppen des Vereins wie die Bläserklassen für Kinder und Erwachsene, das Jugendblasorchester, die kleinen Künstler oder das Ehemaligenorchester vor. Einblicke werden gewährt in die musikalische Früherziehung, das Konzept „Wir musizieren“ oder eine Mitklatschaktion mit den Kindern der zwei Kindergärten der Gemeinde.

Vom Festgottesdienst bis zur Matinee, vom Festbetrieb bis zur Möglichkeit zum Ausprobieren unterschiedlicher Instrumente ist ein buntes Festprogramm geplant.

Höhepunkt wird der „Große Zapfenstreich“ mit dem Gebet „Ich bete an die Macht der Liebe“ am Sonntagabend um 20.30 Uhr am Probenraum neben der Schule sein. Das Symphonische Blasorchester Unterpleichfeld wird dabei unterstützt vom Ehemaligenorchester sowie dem Spielmanns- und Fanfarenzug Hofheim. Die Leitung übernimmt Bundesdirigent Ernst Oestreicher vom Nordbayerischen Musikbund.

(Text und Bilder: Irene Konrad)


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