// erwachsenen-bläserklasse in unterpleichfeld

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Erster großer Auftritt am Samstag, 12.04.14

„Musik kennt keine Altersgrenzen“, damit hat der Musikverein Unterpleichfeld im Sommer letzten Jahres dafür geworben, dass Erwachsene sich dazu entschließen, ein Musikinstrument spielen zu lernen. Gedacht war die Einführung einer „Erwachsenenbläserklasse für Frauen und Männer zwischen 18 und 100 Jahren“. Der Zuspruch war enorm, und zwar auch aus Dörfern rundum bis nach Bergtheim, Prosselsheim und Dipbach. Und zwar weniger von jungen Erwachsenen, sondern von Interessenten zwischen 40 und 65 Jahren.

Seit September 2013 dirigiert Armin Schuler also nicht nur wie seit zwölf Jahren eine Kinderbläserklasse sondern auch lernende Erwachsene. 27 „Jungmusiker“ sind in der neuen Kapelle. Viele von ihnen haben noch nie ein Instrument gespielt, andere erlernen seit ihrem ersten Musikspielen in der Jugend ein völlig neues Instrument. Ausgebildet werden sie von erfahrenen Musiklehrern und von Anfang an spielen sie wie bei jeder Bläserklasse als Orchester zusammen.

Dirigent Schuler ist begeistert über die Motivation und die Disziplin seiner Neulinge. Die Entwicklung der Blastechnik, das Erklären der Noten und Töne, das Hören aufeinander und sogar Kleinigkeiten wie das Üben des synchronen An- und Absetzen der Instrumente, das sei allerdings wie bei den Kindern gleich. „Alles braucht seine Zeit“, ist Schuler geduldig.

„Wir wollen gemeinsam etwas erreichen“, beschreibt Kriemhild Hornschuch die hohe Motivation der erwachsenen Musikschüler. Hornschuch ist Vorstandsmitglied im Musikverein Unterpleichfeld und Sprecherin der Erwachsenenbläserklasse. Ihre Kolleginnen und Kollegen seien meist „sehr ehrgeizig“, egal ob in der Gruppe bei den Gesamtproben, beim eigenen Musiklehrer oder beim Üben daheim. „Viele üben täglich“, weiß auch Vereinsvorsitzender Fabian Bauer, der zusammen mit Ausbildungsleiter Andreas Kleinhenz das Konzept der musikalischen Ausbildung für Erwachsene umgesetzt hat.

Ein Musikinstrument zu erlernen, das hatten viele Mitglieder der neuen Bläserklasse „schon immer“ gewollt, aber nie die Zeit und Möglichkeit dafür gefunden. Spaß bringen würde das gemeinsame Spielen, das gegenseitige Unterstützen und Mutmachen. Auch, wenn es manchmal schwer sei, die Töne zu treffen, richtig zu atmen, die Kompositionen zu verstehen oder die Anweisungen des Musiklehrers oder Dirigenten umzusetzen. „Unser Alter verzeiht viele Fehler“, hofft Petra Schmid aus Prosselsheim auf Nachsicht.

Das Bedürfnis, „als Gruppe zu leben“, mit den Kindern und Enkelkindern musizieren zu können, ein musikalisches Hobby zu pflegen oder sich noch einen Lebenstraum zu erfüllen, das verbindet die Frauen und Männer der Erwachsenenbläserklasse. Einen ersten kleinen Auftritt hatte die Erwachsenenbläserklasse schon beim Weihnachtskonzert. Nun steht im Rahmen eines Konzerttermins am kommenden Samstag (12. April) der nächste, diesmal „richtige Auftritt“ an.

(Text und Bilder: Irene Konrad)


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