// problem feuchttücher in der toilette

Pumpenstörung, Lagerschäden, Verstopfungen durch Feuchttücher

 

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Der Kampf der Kläranlagenbetreiber mit Hygieneartikeln

Die Abwasserförderung muss heute vielfältige Anforderungen erfüllen. Eine hohe Zuverlässigkeit der Pumpen wird erwartet. Der Abwassertransport muss energieeffizient und ressourcenschonend bei optimalem Wirkungsgrad und hohen Betriebsstunden der Pumpen sein.
Neben diesen komplexen Anforderungen stehen die Anlagen heute vor neuen Herausforderungen. Feuchttücher waren lange Zeit der Kleinkinderpflege vorbehalten. Heute sind sie ein Teil der alltäglichen Hygiene und landen nach Gebrauch in der Toilette.
Kläranlage Verstopfte Pumpe 1

Einmal in der Kanalisation angelangt, werden Hygieneartikel zum Problem für die Technik. Aufgrund der enthaltenen Fasern lösen sich Feuchttücher längst nicht so einfach auf wie Toilettenpapier.
Verstopfungen durch Feuchttücher verursachen Ausfälle der Pumpwerke und einen immensen Aufwand um die Betriebsstörungen zu beseitigen.

Gleiches gilt für Tampons, Slipeinlagen, Wattestäbchen, Verbände, aber auch Kondome und Zigarettenkippen. Sie dürfen nicht in der Toilette landen, sondern müssen in den Verpackungs- oder Hausmüll geworfen werden. Dies ist übrigens sogar gesetzlich geregelt: Das Wasserhaushaltsgesetz und das Kreislaufwirtschaftsgesetz verbieten es, Abfälle über das Abwasser zu entsorgen.

Das betrifft Toiletten und auch den Abfluss etwa im Spülbecken. Ebenfalls tabu sind für das Abwasser Küchenabfälle und Essensreste. Sie locken Ratten an und Öle und Fette verschmutzen die Abwasseranlagen.

Im Abwasser braucht Toilettenpapier maximal neun Stunden, bis es in der Kläranlage landet. Auf dem Weg dorthin, kann es bereits Pumpwerke und Hebeanlagen verstopfen.
Der Westdeutsche Rundfunk WDR hat im „Haushalts-Check“ gemeinsam mit dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft in Aachen getestet, wie schnell sich feuchtes Toilettenpapier auflöst. Im Test wurden mittels eines Kreisgerinnes die Verhältnisse in einem Abwasserkanal sehr genau simuliert.
Zehn verschiedene Sorten feuchtes Toilettenpapier schwammen sieben Tage 24 Stunden lang im Kreisgerinne.
Das Ergebnis: Nur 2 (!) von 10 feuchten Toilettenpapieren haben sich im Wasser aufgelöst. Der Rest hat sich so gut wie überhaupt nicht zersetzt. (Mediathek: Sendung „Der Haushaltscheck“ vom 31.05.2017; http://www1.wdr.de/verbraucher/wohnen/hhc-feuchtes-toilettenpapier-100.html)

Fazit: Das feuchte Toilettenpapier gehört nicht in die Toilette. Feuchttücher und andere feste Abfälle gehören in den Hausmüll!
Unsere Mitarbeiter der Kläranlage und des Bauhofes sind Ihnen sehr dankbar, wenn die widerliche Arbeit eine verstopfte Pumpe per Hand frei zu räumen erspart bleibt.

Durch die Reinigung der Pumpen und Anlagen entstehen deutliche Mehrkosten, die langfristig auf die Abwassergebühren umgelegt werden müssen. Wir bitten daher um dringende Beachtung!


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