// älteste bürgerin aus unterpleichfeld feiert 100. geburtstag

// älteste bürgerin aus unterpleichfeld feiert 100. geburtstag

Ich bin zufrieden und werde gut versorgt“, sagte Rita Schraud aus Burggrumbach an ihrem 100. Geburtstag, den sie im Kreis von Familie und Freunden am Dienstag feierte. Auf ein arbeits- und ereignisreiches Leben kann die älteste Bürgerin der Gemeinde Unterpleichfeld zurück blicken. Am 7. November 1917 wurde sie in Burggrumbach geboren. Hier besuchte sie auch die Volksschule und wuchs auf dem elterlichen Bauernhof auf. Nach dem Schulabschluss war sie in einem Haushalt in Würzburg „in Stellung“. Von 1947 bis 1949 erlernte sie in der Würzburger Uniklinik den Beruf der Hebamme. Gleich nach dem Abschluss ihrer Ausbildung ging sie als Hebamme nach Saal an der Saale im Landkreis Bad Neustadt an der Saale. Weil es zu dieser Zeit noch keine Autos gab, musste sie den Weg zu den Frauen mit dem Fahrrad zurücklegen. Und das nicht nur in Saal selbst, denn auch in den umliegenden Gemeinden betreute sie Mütter und Kinder.

Bald schaffte sie sich einen Roller an. Ihr erstes Auto war ein Gogomobil. Über 30 Jahre wirkte sie in Saal und verhalf rund 2000 Babies, das Licht der Welt zu erblicken. Unzählige Male sei sie auf den nahen Findelberg, einen Wallfahrtsort gegangen, und habe die Gottesmutter um Kraft und Segen für sich, ihre Arbeit und die Mütter mit ihren Familien gebeten, erzählt ihr Neffe Günter Schraud. Nach ihrer Pensionierung 1978 zog es sie in den Landkreis Würzburg, nach Rimpar, zurück. Doch ihren geliebten Beruf hängte sie nicht ganz an den Nagel, sondern unterstütze eine Kollegin in der Pfalz noch einige Jahre. Außerdem war sie ehrenamtlich sehr engagiert. Sie sammelte für die Caritas, brachte die Krankenkommunion, besuchte Kranke und Senioren und strickte für die Mission. Und das sogar bis Ende letzten Jahres. Bis Mai 2017 versorgte sie sich selbst in ihrer Wohnung in Rimpar. Seitdem lebt sie bei ihrem Neffen und seiner Frau Reinhilde in Burggrumbach. Zeitlebens sei ihr Motto gewesen: „Was bin ich für ein Glückskind.“ Glück in der Liebe hatte sie allerdings nicht. Ihr Bräutigam, ihre große Liebe, kam im zweiten Weltkrieg ums Leben. Und so hat sie nie geheiratet und auch keine eigenen Kinder bekommen. Dafür war sie ein Leben lang für andere Familien da. Zum runden Geburtstag gratulierten auch Bürgermeister Alois Fischer, die stellvertretende Landrätin Karen Heußner und Pfarrer Helmut Rügamer.

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