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Förster erklärt kleine Wunder der Natur

 

Unterpleichfeld/Hilpertshausen. Bürgermeister Alois Fischer hatte erneut zu einer Waldbegehung eingeladen. Dieses Mal ging es gemeinsam mit Förster Michael Hahn durch den Hilpertshausener Forst. Geht man doch sonst eher achtlos an Sträuchern, Hecken und Bäumen vorbei, wurde den interessierten Teilnehmern bei dieser Führung schnell klar, wie einzigartig unsere Natur doch ist. So erklärte Michael Hahn zum Beispiel das Vermehrungsprinzip von Beerensträuchern. Während das Fressen von Früchten oder Beeren den Vögeln eher als Nahrungsaufnahme dient, verschleppen sie die darin enthaltenen Samen jedoch meist unverdaut als Fracht im Darm und verteilen sie mit ihren Ausscheidungen in der Landschaft. „Eine tolle Sache, die die Natur uns da geschenkt hat“, sagt Förster Hahn. Vorbei ging es auch am Weißdorn, deren Beeren in der Medizin Verwendung finden. Aus dem Holunder wird Saft oder auch Limonade und die Brombeere oder die Brennnessel etwa bieten wundervolle Plätze für die Schmetterlinge. „Es ist immer wieder schön zu sehen, was uns die Natur alles Nützliches und Gesundes gibt“, erklärte Michael Hahn begeistert. Sorgen hingegen bereitet dem Förster der Fichtenbestand. „Er wird gefressen vom Borkenkäfer und durch die vielen Trockenjahre müssen wir wohl in den nächsten Jahren mehr und mehr ernten“, bedauerte er. Als Ersatzbaumart könnte die Douglasie dienen oder die Weißtanne. Sie ist auch bei extremer Trockenheit noch sehr leistungsfähig. Wichtig sei, so Hahn, dass frühzeitig für Ersatz gesorgt werde, damit auch für die nächsten Generationen unser Wald erlebbar sei und genutzt werden könne.

Als etwas ärgerlich empfindet der Förster, dass geschlagenes Holz von Privatleuten zu lange im Wald liegen bleibt. Spätestens bis Ende März sollte das erledigt und abgefahren sein. Der Wald und die Tiere müssten doch auch einmal zur Ruhe kommen. Bürgermeister Fischer versprach, sich der Problematik anzunehmen.

 

Text + Foto: Petra Höffler

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